16.3.2013 - im Föhn-Hangwind auf den Böden (Samstag)
Der Samstag begann nach klirrend kalter Nacht (-20°C) strahlend schön. Da der See bereits extrem tief abgelassen ist (was den Zugang erschwert), flogen wir auf den Böden.

Ab 11°° fing langsam der Föhn an immer stärker zu werden. So konnten Chrsitoph, Erwin, Bertram und Chris mit ihren Seglern nach Schlepps durch Martino in zwei Runden (vor und nach dem Mittag) zu viert gemeinsame längere Hangwindflüge im Bereich Dorfberg/Salezertobel bis auf 650m Höhe geniessen. Leider fiel dem zum Schluss sehr starken Aufwind Erwins L-Spatz zum Opfer, als er versuchte forciert abzusteigen, weil die Bremsklappen alleine nicht mehr ausreichten.

Am Nachmittag zog dann eine Warmfront auf und bescherte uns mal wieder einen schönen Halo.


ASW-15


(grössere Bilder durch anklicken)


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Vorbereitet für den Foto-Flug. So sinkt sie recht deutlich,etwa wie mit halb ausgefahrenen Bremsklappen. Trotzdem konnte Bertram 45 Minuten
im Höhenhangwind fliegen, dank Vario. Der zweite Flug ohne diesen Bremsklotz ging aber erheblich entspannter.

ASW-24



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Anfangs war der Himmel wieder einmal dunkelstes Preussischblau.

Aquila chrysaetos - Steinadler



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Wir erlebten den ersten Angriff durch einen ausgewachsenen Adler! Normalerweise fliegen wir im April in solcher Thermik,
und da kommen die Jungadler zum "Spielen". Aber jetzt, noch einen Monat früher, verteidigten noch die Altvögel ihr Revier.
Und das mit erstaunlicher Vehemenz! Einer erwischte sogar Bertrams ASW-15 an einer Wölbklappe, wobei die Anlenkung verbogen
wurde. Er konnte den dann etwas rollenden Segler jedoch noch sicher landen. Das Foto zeigt den Angreifer in ca. 500m Höhe
(mehr gab das Tele nicht her), aber man sieht die völlig dunkle Färbung und die grossen Schwingenfedern, die typisch für
Alttiere sind.

Fotos vom Flug der ASW-15 - alles im reinen Hangwind (sich kräftig aufbauender Föhn von Süd bis Südost). Beim zweiten Flug konnte man in nur 100m über Grund wieder in den Hangwind einzusteigen. Normalerweise geht hier unter 300m nichts.



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Wie üblich starteten wir bei (noch) leichtem Föhn mit Rückenwind; das Eindrehen in den Wind gelingt dann besser.


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Der Dorfberg direkt vor uns, das Schiahorn links. Dazwischen die Parsenn.


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Unsere Heimat


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Der schon extrem weit abgelassene Davoser See zu unseren Füssen, bewacht vom Seehorn


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Die Parsenn-Flanke mit den abgerutschten Frühlings-Schneebrettern


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Landeanflug von Süden: der Wind wechselte heftig, öfter blies er auch kräftig quer von rechts aus dem Dischmatal.

Meteo



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Während unserer beiden Flüge zog eine Warmfront auf. Typisch dafür dieser 22°-Halo, erzeugt von ungeordneten Eiskristallen.


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Oben spaltete sich vom 22°-Kreis der "Obere Berührungsbogen" ab, der von liegend schwebenden bleistiftförmigen
"Säulenkristallen" hervorgerufen wird.


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Wer es im vorherigen Bild nicht gesehen hat: mit diesem Bearbeitungstrick wird der Obere Berührungsbogen gut sichtbar.
Dabei wurde das Bild in Farbkanäle gespalten und der Blau-Kanal vom Rot-Kanal abgezogen. Man sieht auch links und rechts etwas ausserhalb des Kreises die Nebensonnen.

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