1. Juli 2012
Wasserfliegen in Lenzerheide

Unsere winzige Schar aktiver Piloten hat doch immerhin fünf Besitzer von Wasserflugmodellen, was lag da näher als dem nahen Lenzerheidner Wasserflugtreffen einen Besuch abzustatten? Immer nur Hangfliegen ist ja auch langweilig...

Lenzerheide - eine ungewöhnliche Wahl.
Normalerweise finden hier Drachenflieger oder Starkwindsurfer ihre Heimat...


Es waren keine Lenzerheidner Kollegen die wir kennenzulernen hofften,
sondern Hobby Frei, der die Veranstaltung ausrichtete.
Aber er hatte eine kleine Band engagiert, was uns den Nachmittag sehr verschönerte.


Hier unsere Davoser Ecke mit Werni, Martino und mir (als Fotograf)


Der Föhn blies wie blöd und erfreute uns mit ständig wechselnden,
aber imposanten "Föhnfischen" (Altocumulus lenticularis)


Trotzdem fanden sich einzelne unerschrockene Piloten


Nachdem ich mich auch erfolgreich und verlustfrei unter die Unerschrockenen eingereiht hatte,
machte sich Werni bereit.


Er startete in einer Phase, in der der Föhn langsam umdrehte (zunächst mit Böen von rechts).
Hier erwischt ihn genau so eine Böe und hebt ihn nach links weg


Das Gegensteuern nach rechts endete fatal: Gnadenlos wurde er auf das Wasser zurückgeknallt.
Das Foto ist ja schon beeindruckend, aber bei dem "Klatscher" wurde sogar der Propeller gelöst!


Anschliessend dreht der Wind die Cessna noch um und trieb sie ans Ufer zurück.


Martino half, das havarierte Modell zu bergen


Danach startete ich zu meinem zweiten Flug


Gegenüber allen anderen heute geflogenen Modellen war der Trainer-S durch sein echtes Heckruder
deutlich im Vorteil, was das Steuern im Wasser betraf.


Die Haidseepfütze bildet dank ihrer Kleinheit und geringen Tiefe kaum Wellen.
Es ist aber ein sehr schön ausgebauter Badesee (gut geeignet für begleitende Frauen und Kinder)


NACH der zweiten Landung erwischte es auch mich: eine Böe griff unter die Flügel und drehte das Modell um.


Hier noch ein paar Bilder von zwei anderen Modellen: Robbe "Beaver" und Multiplex "Gemini"





Danach kam der erwartete Windwechsel: Innert 1 (einer) Sekunde (!!!) schlug der Wind in die gegenteilige Richtung um, aber mit eher noch grösserer Intensität! Nach einer Viertelstunde "Luftkampf" (mal von Nord, mal von Süd) blies er dann aber heftiger als zu vor und gefühlte 10° kälter dauerhaft von Norden, was jede normale Flugtätigkeit fast verunmöglichte. Wir genossen noch eine Weile die Musik und fuhren dann heim.

Schade wegen des Windpechs, aber man sollte die geplante(n) Wiederholung(en) nutzen - ein sehr schöner See, kaum Wellen auch bei Wind, und eine schöne Breitenwerbung für unser Hobby.


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