26. September 2012
Jeninser Alp - Nebelmeer

Der goldene Oktober verwöhnte die Bündner Bergler, jedoch nicht die Rheintaler, die seit ein paar Tagen mit ungewöhnlichem Nebel konfrontiert wurden. So machten sich zwei von uns auf, über dem Meer zu fliegen. Gross war die Enttäuschung, dass während der Anfahrt und auch anfänglich am Hang "Ebbe" war - von Nebel bis auf einen Fetzen weit und breit, also fast bis zum Walensee, nichts zu sehen. Ein überraschender Föhn blies dagegen, aber die "Flut" war dann stärker: In nur etwas über einer Stunde arbeitete sich das Kondensat von Norden her kommend mit beeindruckender Geschwindigkeit bis Chur vor und floss weiter in die Vorder- und Hinterrheintäler, während wir im warmen Südwind bei ca. 17° (entspräche 35° auf Meereshöhe!) unsere beiden F3Jler fast zwei Stunden floaten liessen.

noch ist das Rheintal fast nebelfrei
Der dunkle Hof um die Sonne entsteht durch Saharastaub: der so genannte Bischop'sche Ring

bei lauen 17° oder mehr startet Bertram in den sanften Südwind

es kömmt...

gemeinsames Floaten bis weit über das Tal


heute machte es mehr Spass, in der Tiefe über dem Nebelmeer zu fliegen


Gruss aus der Heimat - die Berge von Davos:
genau in Bildmitte: Schiahorn, rechts davon Weissfluhgipfel, Mitte rechts der Piz Kesch

Chris gewöhnt sich wieder an seinen Stork 2


Der Mann und das Meer

durch die hohe Fliessgeschwindigkeit des Nebels brodelte seine Oberfläche beinahe

einsamer Segler über dem Ozean


Blick Richtung Gonzen/Palfries -
für die gesamte Strecke vom Horizont bis weiter nach Chur hat der Nebel nur etwa 90 Minuten gebraucht

Hinter der Stange des Bergrestaurants sieht man wieder den Bishopschen Ring:
bläuliche Kernzone und bräunlicher Rand um die Sonne

Panorama des Rheintals (in Wirklichkeit ist es gerade)


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