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27.8.2015 - Malojawind auf dem Silvaplaner See (Engadin)

"Alpenwind" ist kein korrekter Begriff. Hier ist damit zusammenfassend gemeint, dass die Alpen als ganzes ansaugen. So wie die Summe der Hangwinde den Talwind erzeugt, erzeugt die Summe aller Talwinde ein grosses Ansaugen der Alpen aus den vorgelagerten Ebenen. Das ist besonders am steiler abfallenden Südrand ausgeprägt. In den dort teils in Nord-/Süd ausgerichteten Tälern wehen tagsüber sehr kräftige Winde, worüber sich die Wassersportler - sofern ein See das Tal füllt - sehr freuen: Gardasee, Lago d'Iseo, oder die Seenplatte im Oberengadin. Aber in keinem dieser Täler, dazu zählen auch Livigno und das Südtiroler Etschtal, gibt es bedeutende Hangfluggebiete... Es handelt sich bei diesen Winden zwar um Talwinde, aber sie werden ingesamt durch den gemeinsamen Ansaugungseffekt verstärkt.

Nach Norden hin ist der Effekt nicht so stark ausgeprägt, weil das Höhenprofil in diese Richtung langsamer abfällt. Auf dem folgenden Bild vom 11.5.2020 - ein Tag ohne spezielle Wetterlage - lässt sich aber erkennen, dass die Winde deutlich gehäuft in Richtung der Alpenmitte wehen:


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