O P T I M A L E  S T A R T P L A T Z H Ö H E



Bevor man sich in die Komplexität des hochalpinen Wetters einarbeitet, sollte man sich zunächst ein paar Gedanken darüber machen, welche Modelle man in welcher Höhe mit welchem Einsatzzweck fliegen möchte, und die höchste Stelle ist nicht immer die beste. Man erspart sich, das falsche Modell an die falsche Stelle getragen zu haben... In etwa gibt es drei Kategorien der alpinen Fliegerei.

Die Antwort zur optimalen Startplatzhöhe richtet sich zunächst nach den Anforderungen des Flugmodells bei der Landung:


E P P - N U R F L Ü G L E R

Mit diesen kann im Prinzip auch in Höhen über 2400m auf den dort sehr steinigen Gebieten gelandet werden. Sie sind also ideale Modelle für den Rucksack und das spontane Fliegen an einer zufällig bei der Wanderung entdeckten Stelle, die vielleicht nicht perfekt zum Landen ist. Trotzdem werden solche Modelle hier von den Einheimischen nicht geflogen: Sie sind zu klein. Man kann zwar nett mit ihnen am Hang entlang fliegen, aber nicht das tun, was das hochalpine Fliegen ausmacht: sehr grossräumig den gesamten Raum ausfliegen, bei passendem Aufwind auch mit sehr grossen "Ablassern" ohne dabei gleich die gesamte aufgebaute Höhe zu verlieren.


L E I C H T E   S E G L E R   B I S   3 , 5 M    ( F 3 J ,   F 3 B ,   E A S Y   G L I D E R )
S C H W E R E   S E G L E R   B I S   1 , 5 M    ( 6 0 " - H A N G F L I T Z E R   B I S   1 , 5 K G )

Diese Modelle vertragen es auch, in weiche Kräuter (z.B. Heidelbeerstauden) gesetzt zu werden und sie benötigen keine langen Landestrecken. Geeignete Landestellen finden sich in Davos bei
  • Parsenn Höhenweg auf 2150m
  • Stafelalp, Usser Erb, Strelaalp zwischen 1950m und 2050m
  • am Rinerhorn in 2150m, auf der Clavadeler Alp in 2000-2100m
  • am Brämabüel in 2300m: dort sind in jahrzehntelanger Arbeit die Steine aus der Weide entfernt worden.
Es ist dringend zu beachten, dass Heuwiesen (Usser Erb, Clavadeler Alp) auf keinen Fall vor dem ersten Schnitt betreten werden dürfen.
Am Usser Erb findet dieser meist Anfang August statt.


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Startplatz Rinerhorn



G R O S S E   U N D   S C H W E R E   S E G L E R

Im Sommer herrscht von 10. Mai bis 1. Oktober im Tal absolutes Wiesenbetretungsverbot. In der Höhe sind lediglich das Brämabüel und evtl. das Usser Erb für Landungen von grösseren oder schwereren Seglern (über 5kg) geeignet.


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Startplatz Brämabüel

Im Winter können Clubmitglieder auf einer privaten Wiese schleppen; Gäste können dort jedoch nicht fliegen.



Erst in zweiter Linie wird der gewünschte Wind berücksichtigt:
  • Unterhalb der Wälder (1600m): für Winter- und Waldthermik (mit grossen E-Seglern oder Seglerschlepps)
  • Oberhalb der Wälder auf Alpweiden (1950m-2300m): für Thermikflüge, ggf. mit zusätzlich Bise oder Föhn
  • An den Gipfelgraten (2300m-2700m): für Hangflug mit kleinen, ggf. schweren Rucksackseglern, am Brämabüel auch mit grösseren Seglern




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